Die Autogastechnik Die Autogastechnik steht für die nachträgliche Umstellung von Benzinfahrzeugen ebenso zur Verfügung wie für Neuwagen. Autogas bietet den Vorteil, dass es in herkömmlichen Otto-Motoren auf einfache Weise eingesetzt werden kann. mehr...
Vier Generationen von Autogas-Anlagen: Die am Markt vorhandenen Autogassysteme lassen sich in Systeme der 1., 2. und 3. und 4. Generation unterteilen:
Autogasanlagen der 1. Generation - traditionelle Anlagen mit dem Gas-Luft Mischer, die für die Vergasermotoren, Monopoint- und Multipoint- Einspritzmotoren ohne Lambda-Sonde und Katalysator geeignet sind. Heuzutage werden diese Autogasanlagen nicht mehr eingestetzt. Autogasanlagen der 2. Generation - Anlagen mit dem Gas-Luft Mischer, die mit der zusätzlichen digitalen Steuergeräten ausgestattet sind. Die Elektronik verwendet die Signale von der Lambda-Sonde und steuert die Gasmenge, die den Motor speist. mehr... Autogasanlagen der 3. Generation - individuelle Gaszufuhr für einzelne Zylinder. Diese Autogasanlagen haben keinen praktischen Einsatz gefunden und wurden durch die vierte Generation ersetzt.
Autogasanlagen der 4. Generation - Sequentielle Gas-Einspritzsysteme - die Steuerung der eingeblasenen Gasmenge erfolgt durch elektronisch gesteuerte Gaseinspritzventile für jeden Zylinder separat. Die Anlagen vierter Generation eignen sich für Fahrzeuge mit Multipoint-Einspritzmotoren mit der Lambda-Sonde und mit dem Katalysator; mit EOBD bzw. OBD II; und für Motoren, deren Ansaugkrümmer aus Kunststoff sind. mehr... Der wesentliche Unterschied zwischen den einzelnen Generationen besteht in Umrüstkomponenten, die in dem Motorraum eingebaut werden. Die Umrüstkomponente, die außerhalb des Motorraumes eingebaut werden z.B. Einfüllstutzen, Tank mit dem Zubehör, (Multiventil, Multiventilgehäuse) und Hoch- und Niederdruckleitungen sind für jede Generation gleich. Der Autogastank Als Kraftstofftanks für Autogasfahrzeuge werden spezielle Autogastanks – im allgemeinen Stahlbehälter – verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstete sind. mehr...
Autogasumbau Verlauf 1. Bei der Abgabe des Fahrzeugs wird gemeinsam mit dem Kunden festgelegt, wo der Einfüllstutzen und die Tankanzeige angebracht werden soll. 2. Je nach Kundenwunsch und den technischen Möglichkeiten wird der Gastank eingebaut: Entweder als Radmulden-, Unterflur-, Vertikaltank anstelle des Reserverades, oder als Zylindertank in dem Kofferraum. 3. Unter dem Fahrzeug werden Kupferleitungen zum Motorraum gelegt, durch die das flüssige Gas vom Tank in den Verdampfer fließen soll. Je nach Fahrzeugleistung werden die Kupferleitungen entweder 6mm oder 8mm verbaut. 4. Im Motorraum werden ein Steuergerät, ein Verdampfer, ein Gasfilter, je nach Zylinderzahl 3,4,5,6 oder 8 Gas-Einspritzdüsen sowie alle notwendigen Leitungen und Kabel eingebaut. Das Flüssiggas wird im Verdampfer vom flüssigen in den gasförmigen Zustand gebracht und nach Durchströmen des Gasfilters mittels von Einspritzdüsen in die Zylinder geleitet. 5. Zum Betanken von Flüssiggas wird ein separater Tankanschluss benötigt. Dieser wird je nach Kundenwunsch und den gegebenen technischen Möglichkeiten hinter dem Tankdeckel des Benzineinfüllstutzens oder seitlich in der Karosserie verbaut. 6. Im Fahrzeuginnenraum wird die Tankanzeige montiert. Auch hier kann sich der Kunde aussuchen, wo sie plaziert werden soll. 7. Anschliessend erfolgt die Gassystemeinbauprüfung der Gasanlage. Dafür wird der Gastank mit Flüssiggas befüllt und die gesamte Anlage auf Dichtigkeit überprüft. 8. Der Umbau ist nun abgeschlossen. Jetzt wird der Laptop an das Steuergerät angeschlossen und die Gasanlage aktiviert. Bei einer Probefahrt im Stadtverkehr, auf der Landstraße und auf der Autobahn werden die technischen Einstellungen vorgenommen. 9. Bei der Fahrzeugübergabe wird der Kunde über die Funktion der Anlage, Betankung, Service ausfühlich informiert. Der Kunde bekommt alle erforderliche TÜV-Dokumente und Serviceheft überreicht. 
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